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In unserem Dojo (Trainingshalle) finden mehrmals wöchentliche Trainingeinheiten statt. Das MSD-System besteht aus verschiedenen Kampfsportarten. Hier werden im Laufe der Zeit die effektivstens Techniken gelehrt, da mit Sie in gefährlichen Situationen agieren können. Daneben erhalten Sie noch weitere Techniken aus dem Ninjutsu, Bujitsu und ATK vermittelt um ein breites Spektrum abzudecken. Intensiv-Wochenendlehrgänge festigen das Erlernte.
Über unseren Fachverband MAA-I können auf Wunsch spezielle Lehrgänge zu verschiedenstens Kampfkünsten getätigt werden. Wir wollen, dass Sie sich auch ausserhalb des Dojos weiter entwickeln.
Modern Self Defence ist ein Selbstverteidigungssystem, bei dem aus verschiedenen Kampfstilen, wie Judo, ATK, Ju-Jutsu, Aikido, Kick- und Thaiboxen, Karate, Nin-Jutsu, Escrima, Kung Fu ect., die wirkungsvollsten Techniken übernommen und neu kombiniert wurden, um auf Angriffe effektiv reagieren zu können. Der Unterschied zwischen Kampfsport und Selbstverteidigung ist die sportliche Fairness. Im Falle der Selbstverteidigung muß auf diese verzichtet werden, denn der Angreifer wird sich nicht dadurch selbst beschränken, daß er auf irgendwelche "unsportlichen" Aktionen verzichtet. Im Gegenteil, genau diese Aktionen sind zu erwarten. Also muß Mann und auch Frau kompromißlos reagieren und auf Regeln im sportlichem Sinne verzichten. Somit hat man im Rahmen der Verhältnismäßigkeit freie Wahl, um den Angreifer aufzuhalten. Gerade für Frauen ist dies von besonderer Bedeutung, sind sie den Angreifern fast immer körperlich unterlegen (kleiner, leichter, weniger stark). MSD zeichnet sich durch folgende Punkte aus:
- keine Vorkenntnisse erforderlich
- in kurzer Zeit erlernbar
- für Frauen und Jugendliche bestens geeignet
- gezielte Abwehrmaßnahmen z.B. gegen Umklammerung, Würgen, Angriff mit Messer/Stock oder andere Angriffe
Die Effektivität des Systems
Heutzutage muss eine Selbstverteidigungstechnik effektiv und schnell sein, wenn man in einer Notsituation sein Leben schützen will. Die traditionellen Kampfsportarten ermöglichen dies meist nur bedingt, da sie oft in festen Bewegungsabläufen veranktert sind und sich nicht individuell auf den Sportler anpassen lassen.
Selbstverteidigung?
Selbstverteidigung ist heute leider ein Thema in der Gesellschaft. Die Gewaltbereitschaft der Bevölkerung bzw. einzelner Gruppen nimmt immer mehr zu. Eine fundierte Ausbildung in der SV wird somit immer wichtiger. Dies bedeutet aber nicht, dass sich jedermann zu einer Kampfmaschine ausbilden soll. Mittlerweile werden an jeder Ecke SV-Kurse angeboten, die oftmals dazu dienen, den Teilnehmern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Wenn man also einen Kurs besuchen will, sollte man sich vorher eingehend nach der Seriosität des Anbieters und nach den geplanten Inhalten eines solchen Kurses erkundigen
Vielfach gibt es nur sogenannte Technikkurse, das heißt, der Teilnehmer lernt eine Vielzahl von SV-Techniken und einige Wochen nach dem Kurs hat er/sie alles wieder vergessen. Unsere These ist es, dass ein Kurs noch keinen perfekten Selbstverteidiger macht. Bei uns w erden Sie gezielt auf Ihre Belange hin geschult und trainiert, und zwar solange bis es sitzt.
Antigewalttraining, Deeskalation, Rhetorik und Verhaltenstrainig sind Bestandteile der Ausbildung
MSD ist ein hochwirksames Verteidigungskonzept, das im Partnersparing trainiert wird und einfachste Bewegungsmuster, natürliche Reflexe, aber auch anspruchsvolle Techniken für Vortgeschrittene enthält! Wir nutzen sowohl verschiedene Hebel, Würfe, Tritte, Stöße, Schläge, aber auch Nervendruckpunkte (Dim Mak), Würgegriffe, Abführ-, u. Festlegetechniken. Dabei wollen wir weder akrobatische Kicks von den Teilnehmern, noch ist das Training als Leistungssport ausgelegt.
Selbstverteidigung muss für Jedermann / Frau ausführbar sein !
Die Selbstverteidigungsstrategien:
Welche Verteidigungsstrategien gibt es ?
Warum legen die einen mehr Wert auf Hebeltechniken und Würfe, andere wiederum auf Blocken und Schlagen und Treten ?
Dies liegt zu einem an der Zeit und den Orten der Entstehung der verschiedensten Kampfkünste. Ein System das in Frieden geschaffen wurde, legt mehr Wert auf Hebeln und Festsetzen (z.B. Hapkido, JiuJutsu) als ein System das im Krieg erschaffen wurde (z.B. Karate, Taekwondo).
Grundlegend gibt es nur drei verschiedene Strategien: Man kann sich in kreisenden Bewegungen, also runden und weichen Bewegungen verteidigen. Man kann das Dreieck benutzen, sich also keilförmig bewegen, und man kann sich rechtwinklig bewegen.
Die Runden: Diese Systeme bevorzugen die Hebelkräfte. Sie verteidigen sich, indem sie den Gegner mittels Hebel-und Wurf / Festhaltetechniken bekämpfen. Diese Verteidigungen befassen sich mit zentrifugaler und zentripedaler Hebelkraft. Dabei werden die Prinzipien des Überstreckens und Verdrehens der Gelenke genutzt. Der Angriff wird abgeleitet und in der Bewegung weiter geführt, ins Leere gebracht und letztlich die Angriffsenergie dem Angreifer wieder zugeführt. z.B. Aikido, JiuJitsu, Judo, Hapkido.
Die Dreieckigen: Hier wird das Keilsystem genutzt. Man dringt in den gegnerischen Angriff ein und behindert dessen Aktionen. Dabei werden Angriffsflächen verringert und zwingen den Angreifer in die Verteidigung. Hierfür werden oft sogenannte Erstschläge genutzt. Beispiele sind Jee-Kunde-Do, Wing Tsun, Escrima, Thaiboxen.
Die Rechtecke: Das sind alle Block-/ Konter-Methoden. Hierbei wird versucht, den gegnerischen Angriff zu stoppen. Seine Angriffsenergie wird mit Gewalt gestoppt, z.B. durch einen Tritt, Handkantenschlag ect. Die Methoden blocken also mit K örperteilen oder Waffen wir Tonfa oder Stock, bevor sie zur Verteidigung ansetzen. Dabei bilden Sie mit den Verteidigungstechniken ein Rechteck. Z.B. Block rechts aussen, Konter links. Hierfür stehen Karate, Taekwondo u.a.
Die hier genannten Strategien finden sich in allen Systemen wieder, oft auch in gemischten Formen. Zu behaupten, dass eine Methode besser als die andere wäre, ist fatal. Man würde sagen, man sei unbesiegbar, was nicht stimmen kann.
In unseren Systemen nutzen wir alle drei Möglichkeiten, wir verlassen uns nicht auf eine. Aber wir schauen ganz genau, wann welche angebracht ist. Nach dem Erstschlag folgt die Kontrolle des Gegners, um einen Wiederholungsangriff zu vermeiden, durch Hebel und Festhaltegriffe.
Aber es gilt auch: Ein Selbstverteidigungskurs /training ist besser als keiner !
An erster Stelle muss in einem Kurs der Grundsatz vermittelt werden, dass Weglaufen keine Schande ist. Der alte Gedanke „wer wegläuft ist feige“ gilt heute nicht mehr. Man muss seinen 6. Sinn wieder schärfen. Einer gespürten und somit erkannten Gefahr auszuweichen, ist allemal besser, als anschließend im Krankenhaus wieder aufzuwachen. Bestimmte Gruppen schrecken auch vor Totschlag nicht zurück. Die Gesundheit sollte einem über alles gehen. Jedoch ist man verpflichtet, in Not geratene Personen zu helfen, so sieht es zumindest unser Gesetz vor. Diese Hilfe kann schon dadurch erbracht werden, dass man die Polizei ruft. Bei der Nothilfe ist es wichtig, dass man sich nicht selber in unnötig große Gefahr begibt. Nicht den Helden spielen! Dieses hilft auch dem Opfer nicht. Weiterhin ist es wichtig, das eigene Selbstbewusstsein zu stärken.
Wer immer als Duckmäuser herumläuft, ist schon potentielles Opfer. Wer jedoch selbstsicher auftritt, kann in vielen Fällen dadurch schon manche kritische Situation meistern. Man darf selbstsicheres Auftreten nicht mit aggressivem Auftreten verwechseln. Mit geballten Fäusten und grimmigen Gesichtsausdruck herumlaufen, reizt ebenfalls zu gewalttätigen Handlungen.
Eines ist auch unerlässlich zu wissen; Es gibt keine Patentrezepte in der Selbstverteidigung. Jede Situation in die man geraten kann ist anders und erfordert deshalb andere Handlungsweisen. Darum soll ein SV-Kurs immer viele mögliche Situationen aus dem täglichen Leben trainieren. Als Vorlagen können hierzu Zeitungs- und Fernsehberichte dienen, die dann möglichst real „nachgestellt“ werden. Wenn jemand aus dem Kreis der Trainierenden leider schon mal eine reale SV-Situation erlebt hat, kann diese auch als Vorlage dienen, aber nur mit ausdrücklicher Zustimmung der betroffenen Person. Im Situationstraining sind einfache Techniken zu bevorzugen, denn solche Techniken prägen sich besser in das Gedächtnis ein. Deshalb ist unser System auch für ältere Menschen und Behinderte genauso geeignet.
Wendet der Aggressor Waffengewalt (Pistole, Messer) an, hat man selten noch eine Möglichkeit, sich wirkungsvoll zu verteidigen. In solchen Situationen ist es wichtiger denn je, Ruhe zu bewahren und zu kommunizieren. Vielleicht ergibt sich die Möglichkeit für Flucht oder einen überraschenden Gegenangriff, um die Flucht vorzubereiten. Einen Gegenangriff zu starten, setzt jedoch effizientes Training voraus.
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