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Am 24. Januar trafen sich ca. 30 Schwarzgurtträger aus den verschiedensten Kampfkünsten i n Misenbach bei Andernach zum 1. Niveau des Prüfungsprogramms im Kyusho Jitsu zur Schwarzgurtprüfung. Auch die beiden Kelly´s haben teilgenommen und ihr Wissen um Nervendruckpunkt / Schlagpunkttechniken / Vitalpunkte aufgebaut.
4. DAN Gebhard Lämmle aus dem Schwarzwald demonstrierte diese DIM MAK Punkte sehr eindringlich anhand von Kata und Bunkai der Kata Heian Shodan und einigen S elbstverteidigungstechniken.
Ein umfangreiches Wissen über die traditionelle Chinesische Medizin, den Nervenbahnen, Meridianen, Ying & Yang, wie auch dem Kuatsu ( Rückführungstechniken / Reanimation beim Knock out ) waren ebenfalls Thema in dem fast 8 - stündigen Seminar.
Kyusho wurde auf Okinawa Jahrhunderte lang im Geheimen weitergegeben. Kyusho Jitsu, Tuite Jitsu und Kiai Jitsu sind die Künste hinter Ryukyu Kempo Tode Jitsu (die Kampfkun st aus der später Karate entstand). Kyusho Jitsu ist ein Teil jener Kampfkunst, welcher von George Dillman der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht wurde. Sie ist auf Angriffe zu vitalen Punkten des Körpers ausgerichtet. Das Studium beginnt mit dem Lernen der Grundlagen der Traditionellen Chinesischen Medizin und den vitalen Körperpunkten mit dem Ziel die Kampfkunst - Techniken effektiver zu machen. Man lernt in welcher Richtung, Reihenfolge und in welcher Intensität die Punkte angegriffen werden müssen. Die Druckpunkte werden manipuliert um den Körper des Angreifers zu schwächen. Anstatt Kraft in den Techniken zu gebrauchen, nutzt man die Kenntnisse über den menschlichen Körper um einen Gegner zu kontrollieren oder zu überwältigen. Ein wichtiges Element des Kyusho Jitsu ist das Studium der Reaktion des Körpers auf diese Punkte. Das Sammeln dieses Wissens über die Anatomie des Menschen ist ein wichtiger Teil von Kyusho Jitsu und ein Studium für sich. Dieses Wissen wurde in den Bewegungen der Kata notiert und über Generationen erhalten. Wie zwei Hälften eines Puzzlespiels ist die Antwort, der Reaktion des gegnerischen Körpers, schlägt man die gleichen Techniken zu den Kyusho - Punkten an, wie sie in den Bewegungen in der Kata gefunden werden.
Es gibt wichtige technische Unterscheidungen und diese sind in der Anwendung einer Kata zu machen. Im Verständnis für die Bewegungen und des damit verbundenen Bunkai ist dies zu finden. Dieses tiefe Verständnis des Kempo und die Kenntnis über die Benutzung der Vitalpunkte nennt man Kyusho.
Das Wissen und die Informationen über die Benutzung der Vitalpunkte sind in den Kata enthalten. Die Benutzung dieser Punkte in Kampf, ist natürlich eine sehr präzise Kunst. Es erfordert eine genaue Kenntnis über die Lage und der Benutzung der kleinen, auf dem menschlichen Körper verbreiteten Ziele. Diese Punkte haben verschiedene Funktionen. Jeder muss um eine Reaktion und gute Ergebnisse zu erzielen in einem besonderen Winkel geschlagen, gepresst oder mit Reibung aktiviert werden. Die Kata und Kyusho Jitsu kennen keine Abwehr oder Blocks im Sinne von Gedan barai oder Age uke. Alle Kampftechniken werden als Angriffe auf Druckpunkte gesehen. In der Anwendung der Kata werden die Lokalisierung der Punkte und die Wechselbeziehung untereinander untersucht. Einige der Bewegungen der Kata stellen das Vorgehen des Gegners dar. Andere zeigen präzis, die auf dem Körper des Angreifers anzugreif ende wirksamsten Punkte.
All dies bedeutet, dass der wichtigste Teil bei der Ausführung der Kata, die Veranschaulichung des Angreifers und der zu treffenden Punkte ist.
Deshalb haben die Karatemeister immer die Notwendigkeit der Veranschaulichung während der Praxis der Kata unterstrichen. Aus dem gleichen Grunde nahmen sich diese alten Meister viel mehr Zeit um ein Kata zu untersuchen und zu erlernen.  Gerade dieses, was kein moderner Schüler mehr macht. Was von dem heutigen Schüler überall gefordert wird, ist die sportliche Vollendung. Was im übrigen auch eine schöne Sache ist. Wie bereits erwähnt, gerade die Kata ist das Herz des traditionellen Kampfes. Wenn man die Kata genau untersucht, kann man auch im modernen Karate den Wert der Originalkunst wiederentdecken. Dies ohne das es sein muss viele neue Katas zu lernen
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