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Dim Mak oder Kyusho Jitsu / Chin Na

Chin Na in Kombination mit Dim Mak ist eine unserer Hauptkampfkünste.PICT0060a Shaolin Chin Na gehört zu den ältesten Kampfkünsten überhaupt. Aus diesen Techniken heraus entwickelten sich viele andere Kampfstile wie z.B. Ju Jutsu, Aikido und Karate ect.
In unserem Dojo und Ausbildungssystem haben wir Dim Mak/ Nervendruckpunkttechniken von Anfang an integriert. Die Punkte sollte sorgfältig ausgewählt werden, und anhand der Gürtelreife der Schüler vermittelt werden. So ist es z.B. nicht tragbar, einem Gelbgurt schon 50 Punkte zu zeigen bzw. lernen zu lassen, jedoch Punkte wie Lu9, Lu1, Di4 und Di20, M3,Mp9 und Mp6, H4 und H7 für Handgelenkshebel, Le1 und Le3 beim Schocken, P6 und einige andere kann man zwischen dem Gelbgurt und Blaugurtprogramm schon mit einfügen. Bei Braungurten kann man die Intensität erhöhen um dann ab 1. DAN die wesentlichen Weisheiten der Nervendruckpunkttechniken weiter zugeben.

Im Chinesischen bedeutet "Chin (Qin)" soviel wie "ergreifen" oder "fangen" in der Weise, wie ein Adler einen Hasen ergreift, oder der Polizist einen Mörder fängt. "Na" hingegen bedeutet "halten und kontrollieren". Der Begriff "Chin Na" lässt sich also als "Ergreifen und Kontrollieren" übersetzen.

Obwohl die Chin Na-Techniken von Stil zu Stil variieren, können sie allesamt in vier Kategorien eingeTec23-5ateilt werden. Diese sind:

1) Verrenken der Gelenke

2) "Trennen" von Muskeln und Sehnen

3) Blockieren der Atmung oder von Adern

4) Druck oder Schlag auf Akupunkturpunkte

Diese Elemente können separat oder auch kombiniert angewandt werden. Von 1 nach 4 steigt das Niveau der zu erlernenden Techniken erheblich an, und gerade in der 4.Kategorie ist ein umfangreiches Wissen um die Grundlagen der chinesischen Medizin elementar.

In den Legenden aus Kampfkunst und Kampfsport gibt es den Begriff: Giftige Hand. Eine andere Bezeichnung ist die: Tödliche Berührung. Vergleichbar sind auch Begriffe wie Dian-Xue, Pressure Point Grappling oder Finger Points.

Nicht die Hand ist giftig. Die Hand kann aber schlagen. Wenn der Schlag bestimmte Punkte am Körper trifft, dann kann dies Auswirkungen haben, die an den Biss einer Giftschlange erinnert. Als ob ein Gift den Körper sPICT0056achädigt, gegen dass man nichts tun kann.

Die Giftige Hand beschreibt einen gezielten Schlag auf einen Vitalpunkt. Vitalpunkte sind vergleichbar mit den Akupunkturpunkten, sind mit diesen aber nicht immer identisch. Diese Vitalpunkte werden manchmal auch bezeichnet als: Giftige Vitalpunkte. Ein Schlag auf einen Vitalpunkt kann tödlich sein. Der Legende nach gab es Vitalpunkte, die erst nach Stunden zum Tod führten, nachdem der Schlag erfolgt war. So wollten die Angreifer einer Mordanklage entgehen. Die Schläge auf die Vitalpunkte konnten aber auch eine Ohnmacht auslösen.
Die Vitalpunkte sind nicht einfach zu lokalisieren. Nicht nur die Stelle am Körper ist wichtig. Es ist auch mit entscheidend, welche Tageszeit es gerade ist. Auch in der Akupunktur spielt die Tageszeit eine wichtige Rolle. Das Wissen um die Punkte allein genügt nicht.

Eigentlich ist Dim-Mak eine eigenständige und sehr alte Kampfkunst. Diese Kampfkunst gehört zu der inneren Richtung des Kempo , und stellt den wohl am schwierigsten zugänglichen Teil der traditionellen östlichen Kampfkünste dar. Das Dim-Mak wurde auch als das System der tödlichen Berührung bekannt, weil Außenstehende nicht verstehen konnten, dass ein Kampf durch nur eine Berührung beendet werden konnte. Der Grund dafür liegt in der Tatsache, dass die Meister des Kempo durch Jahrelanges Training in der Lage waren, die LebeDickdarmnsenergie Qi des Gegners zu beeinflussen oder außer Kraft zu setzen. Dieses System wurde damals Dim-Mak genannt. Es unterteilte sich in drei Hauptstufen, die sich mit dem Wissen über Funktion, Verlauf und Beeinflussung des Nervensystems Dim-Ching, des Blutkreislaufes Dim-Hsueh und der Lebensenergie Qi Dim-Mak beschäftigten.

Als Gründer des Dim-Mak und der " inneren " Richtung des Kempo wird der Mönch Chang Sang-Feng benannt. Er wuchs in der Familie eines Beamten auf, erhielt eine klassische Ausbildung und beschäftigte sich bei einem Quanshu-Lehrer ( Lehrer der Faustkunst ) mit dem Programm des Shaolin ( wörtlich: kleiner Wald, bekanntes chinesisches Kloster in der Provinz Fukien ). Als Daoistischer Mönch hielt er sich im Tempel der weißen Wolke auf, der in einer Bergregion südlich von Beijing

(DSC_2336aPeking) lag. Chang war es auch der als erster die Unterschiede zwischen der " inneren " und der " äußeren " Richtung des Kempo aufschrieb. Er schrieb: Die Grundlage der äußeren Richtung ( Waijia ) sei die Kräftigung der Muskeln und Knochen, die Regulation der Atmung und in der Taktik die Vereinigung von Sanftheit und Härte, beim Übergang vom Zurückweichen zum Angriff. Im Gegensatz dazu spielt bei der inneren Richtung

(Neijia ) das Training des Körpers im Vergleich zum Training der Steuerung der eigenen Lebensenergie ( Qi oder Ki ) durch Qi-Gong-Übungen ( Atemübung ) eine untergeordnete Rolle. Die Taktik beruht auf dem Prinzip des Nichtstuns und der Ausnutzung der Fehler des Gegners.

Die Legende besagt, das Chang als er im Kloster meditierte, einen Kampf zwischen einer Schlange und einem Kranich beobachten konnte, und dabei feststellte, das der Kranich immer wieder seine Angriffe stoppen musste, um zu zielen, während die Schlange in ständiger Bewegung angriff und verteidigte. Chang der damals als ausgesprochen guter Akupunkturist und als exzellenter Kampfkünstler im harten Stil des Shaolin bekannt war, nahm diese Beobachtung als Grundlage für seine Studien. Bereits nach kurzer Zeit verließ er sein altes Kloster, und zog in eine Höhle am Berg Wudang inmitten der Provinz Hebei. Der von Chang Sang-Feng gegründeten Schule " Vögel und Schlangen " lagen die Prinzipien der Sanftheit und der optimalen Koordination der Handlung aller Körperteile mit der Bewegung des Qi zugrunde. Chang lehrte seinen Schülern auch: Die echte Kunst des Nahkampfes hat ihre Grundlagen bereits in deinen Füßen, sie wird in den Beinen weiterentwickelt, durch die Biegung der Taille und der Hüfte ausgerichtet, und kommt dann in der Arbeit der Finger zum Ausdruck.

Chang verwendete sanfte, geschlossene " Blöcke " kreisförmige Bewegungen mit Körper und Hüfte, und eine fließende, schlangenartige Bewegung, durch die man den Schlägen ausweichen kann. Zugleich entlehnte er vom Kranich heftige Schläge durch Zurückziehen des Armes, so genannte umgekehrte Schläge. Aus den Kranichstellungen wurden natürlich auch sehr wirksame Vorwärts- und Seitwärtstritte ausgeführt. In diesen Prinzipien flechtete er noch das Wissen über Anatomie und die Akupunkturpunkte des menschlichen Körpers ein. Jeder so genannte Block wurde zu einem Angriff auf vitale Körperpunkte, jeder Schlag wurde so zu einer tödlichen Berührung, dem Dim-Mak. Chang verlangte von seinen Schülern, das ihr Angriff ungestüm sei, wie ein Blitzschlag, und die Verteidigung unüberwindlich, wie ein Gebirgsrücken.

Als nun Chang seine Studien beendet hatte, und davon überzeugt war " Die Kampfkunst " entwickelt zu haben, begann er mehrere kleine Bewegungsabläufe bzw. eine Form zu bilden. Diese sollte dazu dienen, seiner Familie und auch ausgewählten Schülern, das Erlernen dieser absolut tödlichen Kampfkunst zu ermöglichen, ohne dabei jemanden töten zu müssen. Die Legende besagt weiter, das Chang eines Tages bemerkte, das einige Leute aus seinem Umfeld sich seiner Macht und seinen Techniken bemächtigen wollten. Aus diesem Grund entwickelte Chang noch eine Form, deren Aufgabe es war, die tödlichen Techniken so zu verschleiern, das sie für einen Außenstehenden nicht mehr zu erkennen war. Diese Form war vergleichbar mit dem heutigen Taijiquan, und es gibt Meister die behaupten, das Chang Sang-Feng der eigentliche Begründer des Taijiquan sei.

Chang Sang-Feng propagierte seine Schule Vögel und Schlangen im recht breitem Maße. Später zerfiel sie in mehrere Zweige, und der gesamte Stil erhielt die Bezeichnung Wudangpai ( Stil vom Berg Wudang ). Aus dem Wudangpai entwickelten sich später die drei großen Schulen der inneren Richtung des Kempo, das Taijiquan, das Xingyiquan und das Baguaquan. In all diesen Stilen lässt sich bei genauerer Betrachtung das Wesen des Dim-Mak erkennen.

Dim-Mak oder Kyusho Jitsu hat nichts mit Mystik und Zauberei zu tun, es ist eine Kombination aus Medizin und Kampfkunst.

Aber Vorsicht, es Funktioniert!

"In keiner Übung kann es eine Stufe geben, auf der jemand denkt, er habe alles erreicht. Solch ein Gefühl der

 Vervollkommnung steht in sich selbst schon dem Üben des Weges entgegen. Ein Mensch, der mit seinen

 Ergebnissen das ganze Leben lang unzufrieden war, obwohl er von ganzen Herzen bis zu seinem letzten

 Atemzug übte, hat rückblickend sein Ziel erreicht". Somit sind wir ein Leben lang Lernende !

 

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